Im Jahr 2004 hat der Bayerische Rundfunk – passend zum zweihundertsten Todestag Kants –> 1804 + 200 = 2004 – eine Dokusoap (so seh ich das) produziert… Interessant finde ich diese Doku, weil das alles irgendwie so ein Lindenstraßenniveau hat und vor allem, weil sich – das liegt aber bestimmt an mir, bzw. an meiner verblödeten und verkitschten Sichtweise – schon in der ersten Folge eine potentielle Schmalzgeschichte zwischen dieser Susi (Susi ist jetzt nur ein Platzhalter, weil ich nicht weiß wie die wirklich in der Serie heißt) und nem Philosophiestudenten anbahnt. Grottig gespielt, mit einem Pseudoperückenkant, der mir im Film viel zu groß vorkommt. Alles ist total bedeutsam und eben lindenstraßendeutsch – sowas können nur richtige Deutsche. Wer die alten Folgen von „Ein Fall für Zwei“ und „Der Alte“ liebt, der wird an dieser Sendung und den häßlichen GrauBrauntönen Gefallen finden… Da fehlt eigentlich nurnoch Heiner Lauterbach und der Abgrund wäre als Ganzes ausgemessen.
Sowas Hässliches kann auch wirklich nur einem Sender mit Bildungsansporn (-auftrag? Bildungseinbildung? Bildungsanmaßung?) gelingen, wie überhaupt die meisten Sendungen von BayernAlpha – oder wie die sonst nocht heißen mögen – irgendwie von allem etwas und doch von keinem wirklich viel servieren. Eigentlich zum Kotzen die Geschichte… Aber doch wieder unterhaltsam… Die Schühchen vom Schauspielkant sind wirklich zu schön… Und dann die vielen Gemeinplätze… Da reden alle über Kant und keiner sagt wirklich was. Auf jeden Fall war der aber SEEEEHR wichtig und vorausdenkend…


